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dbb Hessen weist pauschale Verunglimpfung der Staatlichen Schulämter zurück
Frankfurt - Mit Empörung hat der Pressesprecher des Deutschen Beamtenbundes und Tarifunion in Hessen, Thomas Müller, heute die Äußerung von Finanzminister Weimar über die Arbeit der Staatlichen Schulämter zurückgewiesen. "Wer sich als Minister über eine bewährte Schulverwaltungsebene in der Öffentlichkeit äußert", so Müller, "muss sich erst einmal über die Arbeit der Schulämter informiert haben." Pauschale Verunglimpfungen wie "Die verwalten sich ja tot" oder "zurückgehende Aufgaben" zeugten nicht von Sachkenntnis.
Die Politik habe in den letzten Jahren in Angriff genommen, den Auftrag der Schulämter zu ändern. Die Entwicklung von der reinen Schulaufsicht hin zu einer Agentur für Qualitätsentwicklung nehme Fahrt auf. "Die Schulämter sind aber in den letzten Wochen damit beschäftigt, die Unterrichtsversorgung für das kommende Schuljahr sicherzustellen. Der Spagat mit einem gedeckelten Ausgabentopf einerseits und dem Anspruch, die Schulen auf eine 100-Prozent-Unterichtsversorgung zu bringen, und die zunehmende Budgetverantwortung der Schulen andererseits führt dazu," so der dbb-Sprecher „dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mittlerweile wie Erbsenzähler vorkommen und andere wesentlichen Aufgaben hinten anstellen müssen."
Die Äußerung Weimars sowie der Kultusministerin seien in den Schulämtern auf Unverständnis gestoßen und hätten dort die Motivation erheblich beeinträchtigt. "Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen die Äußerungen Weimars auf das Sommerloch und die bestehende Hitzewelle zurück." Der DBB Hessen empfehle der Politik dringend, sich schützend vor ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stellen sowie ein schlüssiges Gesamtkonzept für die gesamte Landesverwaltung und keinen Flickenteppich vorzustellen. Müller abschließend: „Unüberlegte Äußerungen der Kabinettsmitglieder "provozieren" die von Ministerpräsident Koch vorhergesagten "Rückschläge" auf dem Weg zu einer modernen öffentlichen Leistungsverwaltung.“
Verantwortlich: dbb beamtenbund und tarifunion, Landesbund Hessen
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60322 Frankfurt
Pressesprecher Thomas Müller
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