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04 / 2008 22.03.2008

Pressemitteilung

dbb Hessen: Rauin-Untersuchung bringt nichts Neues +++ Diskussion zum Beamtenstatus trifft daneben

„Die Rauin-Studie bringt nichts Neues“, kommentierte der stellvertrtende Landesvorsitzende des dbb Hessen, Thomas Müller, in Hainburg die Veröffentlichung der Lehrerstudie des Frankfurter Professors Rauin.

Müller verwies darauf, dass die vom dbb mit in Auftrag gegebene „Schaarschmidt-Studie“ der Universität Potsdam bereits 2006 gleiche Ergebnisse gezeigt hat. „Wenn nun eine zweite Studie belegt, dass fast 30 Prozent der sich für das Lehramt entscheidenden jungen Leute ungeeignet ist und eine völlig verquere Motivationslage hat, muss man dafür sorgen, dass diese entweder in der Lehrerausbildung qualifiziert werden oder die Ausbildung abbrechen“, so Müller. Hierzu sei eine wesentlich intensivere Verknüpfung von Studium und Schulpraxis notwendig. „Aber auch der Mut und die Verantwortung von Mentorinnen und Mentoren und Schulleiterinnen und Schulleitern ist gefordert, sichtlich überforderten oder weniger geeigneten Studentinnen und Studenten rechtzeitig die richtigen Signale zu geben.

Die Ergebnisse der Studie als Argument für das Ende des Lehrerberufs im Beamtenstatus zu nehmen hält der dbb Hessen für abwegig und sachfremd. „Wer Studium und 2. Ausbildungsphase mit guten Noten bestanden hat, hat sich qualifiziert. Man kann ja über eine Verlängerung der Probezeit nachdenken, aber es gibt gute Gründe, den Beamtenstatus für Lehrer beizubehalten. Dies gelte auch und gerade, um den Lehrkräften Sicherheit und politische Unabhängigkeit zu gewährleisten. „Wir wollen keine französischen Verhältnisse“, so Müller abschließend.

Verantwortlich: dbb beamtenbund und tarifunion, Landesbund Hessen
Landesgeschäftsstelle
Tel. 069 - 281780
Eschersheimer Landstraße 162
60322 Frankfurt
Pressesprecher Thomas Müller
privat: Tel. 06182-991717 · Fax. 06182-783670 · tagsüber: 0171-2015645 · E-mail: presse@dbbhessen.de


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